FAQ

FAQ (Frequently Asked Questions) sind Fragen, die besonders häufig im Rahmen eines Themas gestellt werden. Die Betreuer und Coaches haben genau diese Fragen für Sie gesammelt und zusammengestellt.

Für Schwerbehinderte stellen sich in vielen Dinge des täglichen Lebens einige Fragen, auf die wir gern eingehen möchten. Egal, ob es um Bewerbungen oder um die Betreuung geht.

Sollten weitere Fragen offen sein, können Sie uns gern jederzeit kontaktieren: Kontaktformular

Wie bekomme ich eine Gleichstellung?

Eine Gleichstellung können Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit (Leistungsabteilung) oder beim Hessischen Versorgungsamt in Kassel beantragen. Einen Antrag finden Sie auch online unter dem Stichwort „Gleichstellungsantrag“ auf den Internetseiten der Agentur für Arbeit.

Erwähne ich meine Schwerbehinderung in meinen Bewerbungsunterlagen?

Ein schwerbehinderter Staatsbürger ist grundsätzlich nicht verpflichtet, für ihn ungünstige Umstände von sich aus mitzuteilen. So ist weder ein behinderter Mensch noch ein schwerbehinderter Mensch von sich aus verpflichtet, seine Schwerbehinderung oder Behinderung im Vorstellungsgespräch oder in seiner Bewerbung auf eine Arbeitsstelle zu offenbaren. (Antidiskreminierungsgesetz)

Eine Offenbarungspflicht besteht allerdings dann, wenn der schwerbehinderte Bewerber erkennen muss, dass er aufgrund seiner Behinderung die von ihm geforderte Arbeit nicht erbringen kann oder seine Behinderung eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit sich bringt, die für den vorgesehenen Arbeitsplatz von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Wir empfehlen einen selbstbewussten und offenen Umgang mit körperlichen Einschränkungen, um von Anfang an ein vertrauensvolles Verhältnis zu einem Arbeitgeber aufzubauen.

Was habe ich für Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer mit GdB?

Rechte und Pflichten in einem Arbeitsverhältnis leiten sich aus dem individuellen Arbeitsvertrag, Tarifverträgen, dem Berufsbild, dem Grad der Behinderung sowie allgemeinen staatsbürgerlichen oder moralischen Pflichten ab. Weitere Hinweise gibt es mittlerweile im Internet, wie z. B. auf der Seite www.myhandicap.de .

Wie freiwillig ist das Projekt wirklich?

Die Teilnahme ist freiwillig. Sanktionen können daraus nicht abgeleitet werden. Der Teilnehmer muss dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stehen und alle Hilfen nutzen, um wieder in Arbeit zu gelangen.

In der gemeinsamen Coachingarbeit ist eine aktive Mitarbeit notwendig, z. B. die Einhaltung von Absprachen und Terminen oder die aktive Suche nach Entwicklungszielen und Lösungen.

Wie kann ich in das Projekt „Lebens(t)raum“ aufgenommen werden?

Eine Aufnahme geschieht über den Kontakt mit dem Arbeitsvermittler, eine direkte telefonische Kontaktaufnahme oder über die Webseite des Projektes.

Wie sieht die Teilnahme aus?

Die Teilnahme an unserem Projekt dauert generell 6 Monate. Wir bieten Ihnen an, Sie zuhause zu besuchen. Die Teilnahme ist absolut freiwillig. In der Regel treffen Sie sich mit Ihrem Coach einmal wöchentlich (was aber auch individuell gehandhabt werden kann) und machen dort gemeinsam die weiteren Termine aus.

Muss der Coach zu mir nach Hause kommen?

Nein, nur wenn Sie dies möchten. Unsere Coaches können natürlich auch einen anderen Treffpunkt mit Ihnen vereinbaren. Zusätzlich stehen für die Gespräche auch unsere Räumlichkeiten in Borken oder in nahe gelegenen GSM-Standorten zur Verfügung.

Werde ich weiter durch das Jobcenter betreut?

Selbstverständlich. Der Coach und der Vermittler stehen in engem Kontakt miteinander, es werden jedoch nur die relevanten Informationen an den Vermittler weitergegeben.

Alles Persönliche ist vertraulich!

Wer unterstützt mich, wenn es zu Konflikten mit meinem Arbeitgeber kommt?

Bei einer Arbeitsaufnahme sind wir noch ein weiteres halbes Jahr als Ansprechpartner für Sie da und unterstützen Sie bei eventuellen Konflikten. Ebenso steht Ihnen ein Mitarbeiter aus der Kreishandwerkerschaft mit Rat zur Seite.

Welche Bereiche werden im Coaching-Prozess besprochen?

Alle für Sie als Teilnehmer relevanten Themen: Wohnsituation, Gesundheit, finanzielle Probleme, persönliches Umfeld, Konfliktsituationen etc. Sie selber bestimmen die Inhalte der Gespräche und entscheiden, was Sie mit uns besprechen möchten.

Wie kann ich eine Rente beantragen?

Eine Rente wird 3-6 Monate vor dem geplanten Renteneintritt mit einem entsprechenden Formular beantragt. Dieses Formular bekommen Sie vom Rentenversicherungsträger oder auf entsprechenden Plattformen im Internet.

Was kann ich tun, wenn ich Schulden habe?

Wenn Sie verschuldet sind, bieten Ihnen städtische und kommunale Einrichtungen sowie Wohlfahrtsverbände die Möglichkeit einer kostenfreien Schuldner- und Insolvenzberatung an. Diese Einrichtungen erarbeiten mit Ihnen gemeinsam Vorschläge wie Sie Ihre Schulden regulieren können und stellen Kontakt zu Gläubigern her.

Welchen Anspruch für Leistungen zur Mobilität habe ich?

Leistungen zur Mobilität können Sie unter bestimmten Voraussetzungen bekommen. Wenn sie beispielsweise das Merkzeichen „aG“ für außergewöhnliche Gehbehinderung in Ihrem Schwerbehindertenausweis haben, können Sie z.B. für Kostenlose Beförderung im öffentlichen Nahverkehr nach Erwerb einer Wertmarke und für die Kraftfahrzeugsteuerbefreiung, nutzen. Einen Überblick über alle Merkzeichen und allgemeine Informationen finden Sie unter „Merkzeichen“. Die „Merkzeichen-Tabelle“ gibt einen Überblick über die Nachteilsausgleiche, die mit den jeweiligen Merkzeichen verbunden sind.

Was ist das „persönliche Budget“?

Ein persönliches Budget ist ein Geldbetrag den Sie ausgezahlt bekommen, um Ihre monatlichen Kosten für Rehabilitation und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu decken.

Handout: Persönliches Budget