Förderung

Finanzielle Unterstützung

Im Projekt Lebens(t)raum unterstützt die Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder die Betriebe umfassend bei Fragen rund um die Einstellung von Menschen mit Behinderung. Dazu zählen neben dem Ausloten von passenden Fördermöglichkeiten auch die arbeitsrechtliche Beratung, die Kontaktanbahnung zum zuständigen Integrationsfachdienst sowie bürokratische Entlastung z. B. bei der Förderantragstellung. Auch 6 Monate im Anschluss an die Einstellung kann sich der Arbeitgeber bei ergebenden Fragestellungen an die Kreishandwerkerschaft wenden. Durch die Koordinierungsfunktion der Kreishandwerkerschaft erhalten Sie somit als Arbeitgeber die Unterstützungsleistung aus einer Hand. Zu Fragen in Bezug auf Arbeitsrecht und Arbeitsvertrag können sich Arbeitgeber, die an der Einstellung eines Menschen mit Behinderung im Rahmen des Projektes interessiert sind, an die Beraterin der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder wenden.

Eingliederungszuschüsse

Das Jobcenter unterstützt gegebenenfalls mit einem Eingliederungszuschuss Unternehmen bei der Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderung. So kann ein Eingliederungszuschuss angeboten werden, wenn die Bewerberin oder der Bewerber beispielsweise nicht über die nötigen beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse verfügt oder eine längere Einarbeitungszeit zu erwarten ist. Die Förderhöhe und der bewilligte Zeitraum werden in jedem Einzelfall von dem zuständigen Jobcenter geprüft. Dabei handelt es sich um Ermessensentscheidungen, die auch von der Art der Behinderung und den zu erwartenden Einschränkungen sowie der Stelle abhängen.

Erprobung

Über ein „erweitertes Vorstellungsgespräch „ kann überprüft werden, ob die Tätigkeiten nach einer ersten Einschätzung für den Bewerber in Frage kommen. Eine betriebliche Erprobung, eine so genannten „Maßnahme beim Arbeitgeber“ (MAG).

Die Kreishandwerkerschaft unterstützt Sie bei der Abklärung einer solchen Maßnahme sowie ihrer Dauer und dem Kontakt zum Jobcenter. In der Regel dauert eine solche betriebliche Erprobung bis zu 2 Wochen.

Mit dem Ziel, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in Ruhe kennenlernen und ausprobieren, ob sich beide Seiten eine Zusammen­arbeit vorstellen können, fördert das Jobcenter so genannte Probebeschäftigungen finanziell. In dieser Zeit hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, den Arbeitgeber von seinen Fähigkeiten und Leistungen zu überzeugen. In der Regel sind MAG bis zu 2 Wochen möglich. Darüber hinaus können Probe­beschäftigungen bis zu drei Monate zu 100 Prozent gefördert werden. Voraus­setzung ist ein Arbeitsvertrag über eine sozialversicherungs­pflichtige Beschäftigung sowie die entsprechenden Nachweise zu Lohn- bzw. Gehaltszahlungen. Ferner ist über das HePAS II-Programm des Integrationsamtes Hessen eine Förderung von Probebeschäftigung möglich.

Einstellungsprämien

Mit dem Ziel einer dauerhaften Integration von Menschen mit Behinderung können Arbeitgeber in Hessen Einstellungsprämien beim Integrationsamt beantragen. Die Prämien des Förderprogramms HePAS II können hier beispielsweise noch bis 31.12.2019 beantragt werden. Voraussetzung ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis von mindestens 12 Monaten oder auch eine Erstausbildung.

Für genauere Informationen und Kontaktaufnahmen stehen wir gerne zur Verfügung.

Zuschüsse zu Investitionskosten

Zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung können Arbeitgeber Zuschüsse zu Investitionskosten (z. B. für Maschinen) erhalten. Die Förderhöhe richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls. Die Antragstellung erfolgt beim jeweils zuständigen Integrationsamt.

Zuschüsse für Arbeitshilfen und behinderungsgerechte Einrichtung

Für eine behinderungsgerechte Ausgestaltung eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes für einen Menschen mit Behinderung können Arbeitgeber bis zu 100 Prozent der Kosten für Arbeitshilfen oder Ausstattung durch den zuständigen Träger erhalten. Um festzustellen, welche Maßnahmen hier sinnvoll sein können, bringen wir Sie gerne mit dem Integrationsfachdienst zusammen. Unterstützung ist auch im Verlauf eines Arbeitsverhältnisses (nach 6 Monaten) möglich. Kontakt bei aufkommenden Fragen und zur Abklärung von denkbaren Maßnahmen kann hier beim ortsansässigen Integrationsfachdienst aufgenommen werden.

Ansprechpartner

Jürgen Altenhof Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder

05681 98 81-0