Projekt „Lebens(t)raum“ präsentiert drei neue Kampagnenspots

Story zum Projekt „Lebens(t)raum“ zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung (Inklusion SB)

„Wer ist schon ein Alleskönner?“ – Mit diesem Leitmotiv sind die Jobcenter und Kreishandwerkerschaften der Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg, die Agentur für Arbeit aus Korbach und die GSM Training & Integration in der Region aktiv, um Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt zu integrieren – und die Zahlen sprechen für sich! Innerhalb von rund zweieinhalb Jahren nahmen 104 Teilnehmende unterschiedliche Beschäftigungen auf. Um die Wahrnehmung in den Betrieben und der Öffentlichkeit weiter zu stärken, hat das Projektteam drei ansprechende Filmspots realisieren lassen, die das Kampagnenthema „Alleskönner“ zugänglich machen. Die Kampagnenspots unterstreichen alle auf ihre Art und Weise, dass jeder Mensch Herausforderungen zu meistern hat und eben kein Alleskönner ist.

Valerij Radmacher steht im Mittelpunkt des ersten Spots. Durchtrainiert, sportlich und kraftvoll sind die eindrucksvollen Motive. Erst beim Herauszoomen der Kamera wird sichtbar, dass Valerij Radmacher eine Behinderung hat. Mithilfe des Projektes „Lebens(t)raum“ arbeitet er momentan am Wiedereinstieg in die Berufswelt.

Im zweiten Spot geht es um Rollstuhlbasketballspieler Tan Caglar. Er hat Spina bifida (offener Rücken) und sitzt seit zehn Jahren im Rollstuhl. Aktuell startet er seine erste Tour als Comedian und trat in diesem Jahr im Vorprogramm der Fashion Week in Berlin als erstes Handicap-Model auf.

Der dritte Spot rückt den Menschen ohne Behinderung in den Mittelpunkt, denn auch einem Profikoch gelingt nicht immer alles im Alltag. In seinem gewohnten Umfeld kann er seine Stärken voll abrufen. Verlässt er sein Fachgebiet, kann es schon einmal schwierig werden...

Die Protagonisten aus den einzelnen Spots überzeugen in ihrer jeweiligen Situation, beim Sport oder Hobby und bei der Arbeit – dies gelingt mit und ohne Behinderung, denn dass jeder Einzelne in Alltag und Beruf die ein oder andere kleine wie große Herausforderung zu meistern hat, liegt auf der Hand. Warum werden dann nicht auch den Menschen, die mit mehr oder minder offensichtlichen Einschränkungen leben, die gleichen Chancen gegeben? Ganz getreu der Kampagne: „Wer ist schon ein Alleskönner?“ Gerade hier setzt die Arbeit der Projektbeteiligten mit Teilnehmern und Arbeitgebern an.

Diese Botschaft der Kampagne in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken ist auch das Ziel von Projektleiter Andreas Schmelzer. Als Projektleiter im Jobcenter Schwalm-Eder ist er für die Koordination des Projektes verantwortlich. Die Kreishandwerkerschaften aus Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg übernehmen den Kontakt und die Beratung der Betriebe. Die GSM Training & Integration als Bildungsträger coacht die Teilnehmenden vor Ort.

Im Projekt „Lebens(t)raum“ konnte bereits in beiden Landkreisen eine Vielzahl an Menschen mit Handicap in das Berufsleben und auch sozial integriert werden. Von den bislang rund 300 Teilnehmenden wurden 88 sozialversicherungspflichtig eingestellt. Es kam zu 14 Minijobs, und bei zwei Teilnehmenden erwies sich die Werkstatt für Menschen mit Behinderung als der richtige Weg. Hinzu kommt, dass manche Teilnehmer bei der Beantragung einer Rente begleitet werden, was in fünf Fällen bereits zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Doch auch die Aufnahme eines Ehrenamtes zeigte sich für manche Teilnehmende als Erfolg.

Ihre Geschichten können Sie unter Stories nachlesen. Auf der Kampagnenseite finden Sie auch die Spots, die im Rahmen der „Woche der Behinderung“ vom 27. November bis 3. Dezember veröffentlicht werden.

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